Suchtprävention am Antonianum

Präventionskonzept Gymnasium Antonianum                                                                Stand 05-2013

Alkohol- und Nikotin-Prävention

 

Vorwort

Physische, psychische und mentale Gesundheit ist eine grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und Lehren. Gesundheitsförderung und Prävention gehören deshalb unstrittig zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule. Schülerinnen und Schüler erwerben dort Lebensbewältigungs-kompetenzen. Suchtprävention funktioniert, wenn Schülerschaft, Elternschaft und Lehrerschaft systematisch und nachhaltig zusammenarbeiten. Das niedersächsische Kultusministerium hat in 2005 für die Schulen einen Erlass zum Thema gemacht, der in 2012 ergänzt wurde.

 

„Merkmale eines „guten“ Präventionskonzeptes: Der Erlass geht davon aus, dass Lehrkräfte Suchtprävention als eine schulische Aufgabe im Rahmen ihres Sozialisations-und Erziehungsauftrages verstehen. Suchtprävention ist keine Spezialpädagogik. Wenn Lehrkräfte sich selbst als Pädagogen sehen, die ihren Schüler/innen auch Hilfe und Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung geben wollen, dann sind sie selbst damit die besten Agenten für Suchtprävention.

Wie in anderen Settings der Suchtprävention sind auch in der schulischen Suchtprävention eher langfristig ausgerichtete Maßnahmen mit Kontinuität erforderlich. Nur dadurch können die wichtigen Ziele der Persönlichkeitsstärkung erreicht werden. Verhalten verändert sich nicht durch eine einmalige Maßnahme und eine Persönlichkeit bildet sich über einen langen Zeitraum. Es sollten in diesem Konzept also nicht suchtpräventive Einzelmaßnahmen im Zentrum stehen, sondern Maßnahmen, die für jeden Jahrgang die regelmäßigen suchtpräventiven Aktivitäten festschreiben. Diese Aktivitäten sollten aufsteigend von den jüngeren zu den älteren Jahrgängen aufeinander aufbauen und so ein Gesamtkonzept ergeben. Schulen haben allerdings - neben der Erfüllung ihres Bildungsauftrags - vielfältige andere Aufgaben und Anforderungen zu bewältigen. Sie sind zum Teil am Limit dessen, was leistbar ist, angekommen. Es ist deshalb richtig und sinnvoll, sich sowohl bei der Erstellung und regelmäßigen Überarbeitung des Präventionskonzeptes wie auch bei dessen Umsetzung externe Unterstützung zu suchen.“

(Quelle:NLS, Suchtprävention in niedersächsischen Schulen „Materialien – Konzepte – Projekte“, S. 8f, 2006).

 

1. Grundlagen

a) RdErl.-d. MK v. 07.12.2012 - 34-82 114/5 – VORIS 21069 –

Es gelten die im Bezugserlass verfügten Bedingungen für den Umgang mit Rauchen und dem Konsum alkoholischer Getränke:

Generelles Verbot im Schulgebäude auf dem Schulgelände während schulischer Veranstaltungen sowie bei Schulveranstaltungen außerhalb der Schule.

Ausnahmen im Einzelfall hinsichtlich Alkoholkonsum unter Anlegung eines strengen Maßstabs durch die Schulleitung oder die Aufsicht führende Lehrkraft (bei externen Schulveranstaltungen) bei Schülerinnen und Schülern des SEK II, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Sofern minderjährige Schülerinnen oder Schüler teilnehmen nur mit Zustimmung der jeweiligen Klassenelternschaft.

Jährliche Neubeschließung des Präventionskonzeptes unter Einbeziehung der Schülerschaft und der Erziehungsberechtigten und dessen Integration in die Schulprogrammentwicklung. Der Schulelternrat muss dem Konzept zustimmen.

b) Schulcharta

Selbstverpflichtung: „Wir tragen Verantwortung für unsere eigene Gesundheit und die der anderen.“

 

2. Ziele

a) Schutz der Schülerinnen und Schüler vor den gesundheitlichen, gesellschaftlichen, umweltrelevanten und wirtschaftlichen Folgen des Tabak-und Alkoholkonsum sowie des Passivrauchens.

b) Implementierung einer bewussteren Gesundheitsvorsorge in die Schule. Mit der Verpflichtung, ein Präventionskonzept zu erstellen, soll Suchtprävention verbindlich im schulischen Alltag implementiert werden. Das Präventionskonzept soll sich dabei nicht nur auf die Themen Tabak und Alkohol beziehen, sondern ein "Gesamtkonzept zur Suchtprävention mit dem Ziel der Entwicklung von Grundfertigkeiten zur spezifischen Lebensgestaltung im Rahmen der individuellen Persönlichkeitsentwicklung" darstellen. Schulen sollen dabei auch "über die strukturellen Bedingungen und die Organisationsmerkmale von Schule reflektieren…"

(Quelle: http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=26147&article_id=6125&_psmand=8 )

 

3. Beschreibung des Präventionskonzepts

a) Vorgehen:

Das Präventionskonzept ist Teil der Schulprogrammentwicklung. Eine Arbeitsgruppe aus LehrerInnen, SchülervertreterInnen, ElternvertreterInnen, ggf. Schulleitung, SchulsozialarbeiterInnen, BeratungslehrerInnen macht jährlich rechtzeitig vor dem Schuljahresende Vorschläge für die inhaltliche Gestaltung suchtpräventiver Angebote für SchülerInnen und LehrerInnen für das nächste Schuljahr. Diese werden - nach Einbeziehung des Schulelternrats und der Schülervertretung - im Schulvorstand beschlossen. Dabei werden sowohl suchtpräventive Maßnahmen auf struktureller wie auf kommunikativer Ebene, ggf. auch in Kooperation mit externen Fachkräften, einbezogen.

Für die Durchführung der Maßnahmen steht ein ausreichendes finanzielles Budget zur Verfügung.

b) Umsetzung des Präventionskonzepts

Für jede Jahrgangsstufe der Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer und Eltern, werden suchtpräventive Angebote als (Tages)Projekte entwickelt. Darüber hinaus gibt es den thematischen Einbezug in Unterrichtseinheiten.

4. Zusammenarbeit mit den Eltern

„Im Rahmen einer pädagogisch-erzieherischen Suchtprävention kommt den Eltern sogar eine sehr entscheidende Funktion zu. Sie sind die zentrale Instanz, die über Vermittlung von Lebenskompetenzen und auch über ihr Vorbildverhalten „vor einer Sucht schützen“ können, bzw. es sind die Eltern, die über das Vorleben ihre Kinder den Umgang mit den „Alltagssuchtmitteln“ lehren.“ (Quelle: Broschüre zur Suchtprävention in niedersächsischen Schulen, NLS, Niedersächsisches Kultusministerium, 2013, S. 36)

Präventive Botschaften können nur dann fruchtbar sein, wenn sie nicht im Gegensatz zu den Erfahrungen des Lebensumfeldes der Schülerinnen und Schüler stehen. Daher sucht das Gymnasium Antonianum die Unterstützung der Eltern. Suchtprävention sollte daher auch in die Themen der Klassenelternabende und die Gremien der Elternvertretung einfließen.

Gegebenenfalls können Info-Elternabende zu besonderen Themen mit außerschulischer Unterstützung durchgeführt werden.  

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