Europaschule Antonianum

Um den Titel Europaschule zu verdienen und zu erhalten sollte das Gymnasium Antonianum, wie alle anderen Europaschulen in Niedersachsen, möglichst alle der folgenden sechs Kriterien erfüllen.

1. Integration europäischer Themen im Unterricht

Wünschenswert ist hier – aber dies liefern die Fächer Erdkunde, Geschichte, Politik, Wirtschaft und die Fremdsprachen ohnehin – eine Bearbeitung europäischer Themen in allen Unterrichtsfächern, des Weiteren ist ein Europacurriculum für alle Jahrgangsstufen erwünscht.

2. Fremdsprachen

müssen verbindlich gelernt werden, Sprachenkurse, Kompetenzkurse (wie zum Beispiel bei uns vielfach angebotenes Wirtschaftsenglisch), Kompaktkurse, Sprachendiplome (DELF, DALF, CAE, Spanisch-Diplome oder ein Russisch-Kurs) sind erwünscht und bei uns regelmäßig im Angebot.

3. Bilingualer Sachfachunterricht in den Fächern Geschichte und Erdkunde ab Klasse 7

4. Schulpartnerschaften (für Gymnasien min. 3 Partnerschaften / und besonders für BBS: Praktika im europäischen Ausland)

5. Personalqualifizierung/Professionalisierung des Kollegiums in Hinblick auf die Umsetzung des Europaschulgedankens

6. Europaschule in der Region

Einbeziehung anderer Partner außerhalb der Schule in den Europagedanken. (Wir kooperieren mit dem Marien-Hospital, Exxon-Mobil etc. und führen unsere Europaschulideen dort weiter)

7. Qualitätssicherung

kontinuierliche Verbesserung des Europaschul-Profils, an dem wir stetig arbeiten.

Heike Droste

Mitteilung der Sieger beim Europaschultag - Wettbewerb Geographie der Klassen 5-7

Die 5 BL setzte sich mit ihren Expertenteams zu Flüssen, Hauptstädten, den Ländern Europas und der Eurozone gegen die 6 BL durch.

Im Vergleich 5 FB gegen 6 FB siegte die 6 FB.

Einen Sieger im Vergleich 7 LA gegen 7 FL gab es nicht, die Klassen trennten sich punktgleich.

Auch die 5 LB setzte sich gegen die 6 LB durch. Die jüngeren SchülerInnen gewannen auch hier.

Im Vergleich 7 LB gegen 7 FA setzte sich die 7 LB durch.

Desweiteren haben  im Rollenspielwettbewerb der Klassen 8 LC und 8 LA Steffen Scheele, Steffen Grave, Maximilian Möller, Niklas Ellmann und Jacob Dießelberg mit ihrer Darbietung zu Vorurteilen und Urteilen in Europa gewonnen.

 

Europaabgeordneter Matthias Groote am Antonianum

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Plädoyer für eine europäische Wirtschafts- und Energiepolitik

 

Im Rahmen des Europatages am Gymnasium Antonianum war der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote zu Gast. Vor Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen ging der Vorsitzende des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments in seinem Referat auf den Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre und die Auswirkungen auf Europa und Deutschland ein. Dabei betonte er, dass es uns als Exportnation Nr. 1 in der EU nicht gleichgültig sein könne, wenn Mitgliedsstaaten der EU in Schwierigkeiten gerieten. Zum einen sei die EU ein Markt für deutsche Produzenten, zum anderen gäben Entwicklungen in Ländern, die nicht so gut aus der Krise herausgekommen seien wie Deutschland, durchaus Anlass zur Besorgnis. Wenn beispielsweise in Spanien jeder zweite junge Mensch arbeitslos sei, könne dies zu einer ernsten Bedrohung der Demokratie werden.

 

Als Fachmann für Energie- und Umweltfragen stellte er dann heraus, dass es großer Anstrengungen in den Industrienationen bedürfe, um den Wohlstand zu erhalten. Eine wachsende Weltbevölkerung – bis 2050 werde diese auf 9 Mrd. steigen –generiere einen höheren Energiebedarf, der nicht auf herkömmliche Weise gedeckt werden könne, wenn es nicht zur Beschleunigung des Klimawandels kommen solle. Europa könne nur gemeinsam auf intelligente Lösungen setzen, auch um der Gewichtsverlagerung der globalen Wirtschaft auf Länder wie China, Indien und Brasilien Rechnung zu tragen.

 

Die Energiepolitik spielte dann auch in den Nachfragen der Schülerinnen eine zentrale Rolle. Dabei betonte Groote, dass es bei der Umsetzung des Gesetzes zu den erneuerbaren Energien (EEG) eine Balance geben müsse. „Wenn die Preise wegen der Umsetzung des EEG-zu stark ansteigen, schwindet die Akzeptanz der Energiewende,“ so Groote. Im Übrigen könne die Energiewende nur im Konsens, am besten europäisch, gelingen. Eine Rückkehr zur Atompolitik könne es aber nicht geben. Hier verwies er sowohl auf die ungelöste Atommüllproblematik – es gebe weltweit noch kein einziges Endlager – als auch auf die Tatsache, dass sich Kernenergienutzung langfristig auch betriebswirtschaftlich nicht mehr rechne. Die gelte erst recht dann, wenn man die volkswirtschaftlichen Kosten auf die Produktion umrechne. Neben der Einsparung von Energie müsse es um die Förderung einer gesunden Mischung erneuerbarer Energien gehen. Hier werde die Europäische Union mittelfristig jeden fünften Euro investieren. Groote machte den Schülerinnen und Schülern klar, dass sie gefordert seien, hier die Zukunft anzupacken, z.B. als Ingenieure.

 

Kurt Reinemann

Europaschule wird 15 Jahre alt - Europaschultag

Ja, das Gymnasium Antonianum darf sich in diesem Jahr zum 15. Mal Europaschule nennen. Nicht zuletzt aus diesem Grund fanden in diesem Schuljahr schon viele Aktionen statt die unterstreichen können, dass wir diesen Namen zurecht tragen. Neben den Schüleraustauschen mit diversen Jubiläen (siehe frühere Artikel) und auch dem Lehreraustausch mit dem Kollegium des Léhel-Vezer-Gimnazium Jászberény, der gerade erst zuende gegangen ist (siehe Startseite), findet am kommenden Mittwoch, dem 18.7.2012, der diesjährige Europaschultag statt. Dies geschieht in diesem Jahr deshalb erst im Juli, um unserem Jubiläumstag möglichst nahe zu kommen; denn auch der Europaschultitel wurde erst Ende Juli verliehen.

In Projektarbeit und dargebotenem Vortrag, mit Unterstützung des EIZ (Infostand in der Europahalle) und vieler motivierter KollegInnen werden die SchülerInnen der Jahrgangsstufen 5-10 diesen Tag mitgestalten. Die Jahrgänge 5-8 messen sich in diesem Jahr in ihren Kenntnissen um Geographie und Landeskunde. Jeweils zwei Klassen kämpfen in Expertenteams gegeneinander und die Sieger werden hier namentlich Erwähnung finden. Die Jahrgänge 9 und 10 werden sich ab 9:00 Uhr in der Aula des Gymnasium Antonianum versammeln. Hier werden sie einen Vortrag des Europaabgeordneten Matthias Groote zum Thema Energiepolitik hören und anschließend an einer Diskussionsrunde zur dargebotenen Thematik teilnehmen. Dies wurde im Politikunterricht in den letzten Wochen vorbereitet.

Wir sind stolz auf unseren Titel und besonders auf die vielen KollegInnen, SchülerInnen und Eltern, die durch ihr Engagement im Schüleraustausch, bei Aktionstagen, bei Wettbewerben zum Thema Europa und vielen anderen Dingen so viel dazu beitragen, Europa innerlich ein bißchen kleiner und näher, freundlicher und freundschaftlicher werden zu lassen in Zeiten so großer Europaskepsis. Wir feiern unser 15. Jubiläum mit großer Freude.

Feierlichkeiten im Rahmen der Schüleraustausche

Unsere Freunde aus Rouen und Jászberény sind da!

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Seit vergangenen Montag sind sie da, unsere Freunde aus Jászberény und Rouen.  Bei sich auf dem Weg gen Vechta stetig besserndem Wetter sind unsere Gäste der Partnerschulen aus Frankreich und Ungarn am Montag und Mittwoch bei uns in der Schule angekommen. Über die Anwesenheit der Ungarn freuen wir uns alle außerordentlich, war doch der Austausch mit Jásberény seit zwei Jahren aus organisatorischen Gründen ausgesetzt gewesen und konnte jetzt endlich wieder in eine neue Runde starten. So wurden sie denn auch am Dienstag mit ihrer Hymne herzlich im Lehrerzimmer willkommen geheißen.

 

Ebenso ist es uns eine große Freude, die SchülerInnen und Schüler aus Rouen mit ihren Begleiterinnen bei uns zu sehen. Der diesjährige Austausch 2011-12 ist das 20. Jubiläum unserer Freundschaft mit der Institution du Sacré Coeur aus Rouen. Wenn das kein Grund zu Feiern ist...

 

Am Donnerstag  wurde zu Ehren aller Partnerschaften, allen voran jedoch der Freunde aus Rouen zum Jubiläum ein “panneau d’information” offiziell seinem Zweck übergeben. Es soll die Richtungen in unsere Partnerstädte  weisen und allen Schülerinnen und Schülern die Wichtigkeit der Schüleraustausche als eines der besten Mittel der Völkerverständigung, das man ihnen anbieten kann, vor Augen führen. Die französische Nationalhymne erklang denn auch zu Ehren der Gäste auf dem Europahof und viele Kollegen und Schülerinnen und Schüler wurden Zeugen des feierlichen Aktes.

 

Zuvor waren beide Austauschgruppen im Rathaus in Empfang genommen worden, wo die Stadt Vechta sie herzlich als Gäste begrüßte und ihnen der Imagefilm der Stadt vorgeführt wurde.

 

Abends dann wurde für die Begleiter der beiden Austauschgruppen  ein “Jubiläumsessen” ausgerichtet, an dem etliche Kollegen und Kolleginnen, die vorrangig diese beiden Austausche mit Frankreich und Ungarn über die Jahre betreut haben, willkommen geheißen wurden. Neben unserem ehemaligen Schulleiter Herrn Wolfgang Zapfe und Frau waren auch einige weitere ehemalige KollegInnen der Austausche mit Frankreich und Ungarn anwesend. Ohne die zum Teil sehr engen Freundschaften, die uns seit Jahren mit den beiden Schulen verbinden und nicht zuletzt dank der Lehrerinnen und Lehrer, die die Fahrten stets begeistert, aber auch mit sehr viel persönlichem Einsatz begleiten, wären solche Ereignisse wie 20- und 22jährige Jubiläen nicht denkbar. Dafür sagt die Schulgemeinschaft  allen Beteiligten, Schülerinnen und Schülern, Eltern und den eben genannten noch im Austausch aktiven aber auch ehemaligen Kollegen und Kolleginnen herzlich DANKESCHÖN. (eurodro)

Europa macht Schule in den Klassen 5 und 6

Das Team "Europa macht Schule", Vechta veranstaltete im Dezember und Januar in Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen in Vechta, so auch mit unserem Gymnasium Antonianum ein Projekt, das Europa vor allem für jüngere Schüler konkret und lebendig werden ließ. Studierende aus ganz Europa stellten ihr Heimatland auf kreative und anschauliche Weise vor. Sie wurden in den Unterricht einbezogen, gestalteten mit der Klasse ein kleines Projekt, das in der Regel 3-4 Unterrichtsstunden umfasste und boten unseren SchülerInnen somit Einblicke in ihr Heimatland aus erster Hand.

So nahmen in diesem Jahr zwei  Klassen der Unterstufe unserer Schule an diesem interessanten Projekt teil. Frau Schlögl und Herr Wessel hatten zwei Studentinnen in ihren Unterricht integriert und bekamen von diesen beiden, gemeinsam mit ihren SchülerInnen der 5 Fb und 6 La, türkischen Tanz oder auch die ukrainische Küche präsentiert. "Besonders beim Tanzen lernen die SchülerInnen auch einmal, ihre Individualität hintenan zu stellen und sich auch rein körperlich in eine Gruppe einzuordnen. Das ist manches Mal hilfreicher, als eine Strafpredigt im Unterricht halten zu müssen, wenn sie sich gegenseitig nicht wahrnehmen oder sich gegenseitig nicht zuhören," so Frau Schlögl im Gespräch mit Eurodro. Somit war dieser kreative Zugang zum Thema Landeskunde nicht nur eine Bereicherung in den Kenntnissen um europäische Partnerländer, sondern diente auch einem besseren Miteinander unserer SchülerInnen, das über die Zeit des Projektes hinaus nutzbar sein kann. Wir freuen uns, besonders unseren jüngsten Schülern Europa und unsere Europaschule mit all ihren Facetten auf diese Weise näher gebracht zu haben. Und Spaß scheinen an diesen Projekten alle entwickelt zu haben.

Planspiel Europa des EIZ am 13.12.11

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Am vergangenen Dienstag fand in unseren 10. Klassen ein Planspiel zum Thema Europa statt. Auf Betreiben der Kommission “Niedersachsen in Europa” des Niedersächsischen Landtages, deren Anliegen es ist, über die Aufgaben der EU zu informieren und deren Auswirkungen für Niedersachsen in den Fokus zu rücken, werden auch an niedersächsischen Schulen eben jene Planspiele durchgeführt. Fünf Europaschulen in Niedersachsen konnten ein solches Europa-Planspiel gewinnen, davon nur zwei aus dem Landesschulbezirk Osnabrück. Wir waren dabei!

Am 13.12.11 kam dann ein junger Teamer von der Berliner Agentur “planpolitik” zu uns, um mit der ausgewählten Klasse das Planspiel zum Thema “Betrittsverhandlungen mit der Türkei” durchzuführen.

Nach einer etwa  einstündigen Einführung und der Rollenverteilung erfolgte das Lesen der Rollenprofile, darauf führten die SchülerInnen informelle Gespräche innerhalb der Fraktionen durch, durchlebten Ausschusssitzungen und schließlich, nach der Plenarsitzung, fand die Auswertung und eine Diskussion zum Rollenspiel statt.

Begleitende Lehrer waren Herr Reinemann und Herr Ulrich Klövekorn, Berichterstatter für die o.g. Kommission des Landtages war unser ehemaliger Schulleiter Herr Wolfgang Zapfe. Die Veranstaltung dauerte bis 15:30 Uhr und war ein voller Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler haben toll mitgearbeitet und das Planspiel sehr positiv bewertet. Am Donnerstag, dem 3. Mai 2012 findet dann eine überregionale Abschlussveranstaltung im Niedersächsischen Landtag statt, die von der Kommission “Niedersachsen in Europa” des Niedersächsischen Landtages in Zusammenarbeit mit dem EIZ Niedersachsen organisiert wird. Hier werden unsere SchülerInnen ihre Ergebnisse aus dem Planspiel vortragen, haben die Gelegenheit mit den Abgeordneten des Landtags zu diskutieren und werden eine Abschlusserklärung zu ihrem Thema erarbeiten.

Wir hoffen auf weiterhin gutes Gelingen des Projekts und freuen uns über diese bisher erfolgreiche Veranstaltung. (eurodro)

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