Begabtenförderung am Gymnasium Antonianum

 

Konzept Begabtenförderung

 

Warum Begabtenförderung?

 

Über den regulären Unterricht hinaus bietet das Antonianum verschiedene Möglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, z.B. in den Arbeitsgemeinschaften. Ein wichtiger Baustein ist die Begabtenförderung. Aufgrund der zunehmenden Breite des Begabtenspektrums auch der Lerngruppen am Gymnasium hat sich gezeigt, dass die Begabungen und Neigungen einzelner Schüler z.T. sogar weit über den Unterricht in ihrer Klasse hinausgehen.

 

Das Gymnasium Antonianum hat dieser Entwicklung durch die Einrichtung eines besonderen Fördersystems für besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen. Es hat sich mit 9 Grundschulen zu einem Kooperationsverbund „Begabtenförderung“ zusammengeschlossen. Der Erfolg von Fördermaßnahmen ist entscheidend davon abhängig, dass die besonderen individuellen Begabungen frühzeitig erkannt und bereits mit dem Einsetzen des Bildungsprozesses altersgerecht entfaltet werden. Die betreffenden Schüler sollen kontinuierlich während ihrer gesamten Schullaufbahn durch besondere Förderung begleitet werden.

 Die aktuellen Kursangebote finden Sie unter Informationen/Download - Begabtenförderung

Allgemeines zum Verbund

 

Die Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler ist in § 54 Abs.1 Satz 4NSchG ausdrücklich gesetzlich verankert worden. Seit dem 1.8.2006 gehört das Gymnasium Antonianum mit folgenden neun Grundschulen dem Kooperationsverbund (KOV) „Begabtenförderung“ an:

begabte1

 

Die Landesschulbehörde stellt dem Verbund insgesamt zusätzliche 48 Lehrerstunden als „Forderstunden“ zur Verfügung, sodass besonders begabte und interessierte Schüler schulformspezifische und schulformübergreifende Angebote in verschiedenen Fachbereichen erhalten können.

 

Die Koordinierungsgruppe, die aus den Schulleitern der 9 Grundschulen und Frau von Wahlde als Vertreterin des Gymnasium Antonianum besteht, schreibt das Gesamtkonzept der Begabtenförderung fort und organisiert und koordiniert alle Kursangebote des Verbundes. Am Ende jedes Schuljahres erfolgt eine Gesamtevaluation für den Landesbetrieb für Statistik in Hannover. Ansprechpartner des Kooperationsverbundes sind Herr Meyer als Sprecher aller Grundschulen und Frau von Wahlde als Sprecherin des Gymnasiums.

 

Außerschulische Kooperationspartner

 

Um eine große Bandbreite der zusätzlichen Bildungsangebote zu erreichen, arbeitet der Kooperationsverbund mit außerschulischen Kooperationspartnern zusammen.

begabte2

 

Diagnose besonderer Begabungen

Eltern sind meistens diejenigen, die besondere Begabungen ihres Kindes erkennen. Die Schule stellt besondere Begabungen in der Regel über Zensuren und Beobachtungen in Spiel- und Lernsituationen oder bei Aktivitäten fest, deren Reichweite und Wirkungen jedoch begrenzt sind. In vielen Fällen lässt sich jedoch mit den üblichen schulischen Verfahren der Leistungsbeobachtung und –bewertung nicht ermitteln, wie ausgeprägt die Begabungen eines Kindes sind. Hochbegabte Kinder und Jugendliche können durch Leistungsversagen und –verweigerung auffällig werden. Deshalb lassen Erziehungsberechtigte oftmals psychologische Tests oder Intelligenztests von dafür ausgebildeten Schulpsychologen durchführen.

 

Zielgruppe:

 

An den Begabtenkursen teilnehmen sollen nur Schülerinnen und Schüler,

 

  • die den normalen Schulstoff schneller aufnehmen als vorgesehen
  • die unterfordert sind
  • die den Schulstoff selbstständig aufarbeiten können
  • die ganz besondere Begabungen und Neigungen besitzen, die im Unterricht keinen oder zu wenig Raum finden

 

Erweiterte Lernangebote (Enrichment)

 

  • Teilnahme an schulischen Zusatzangeboten, die besondere Anforderungen stellen (sog. „Begabtenkurse“ oder Projekte am Nachmittag oder am Wochenende)
  • Teilnahme an qualifizierten Wettbewerben (z.B. Matheolympiade)
  • Sonderleistungen und besondere Lernleistungen
  • Teilnahme an Exkursionen, Betriebs- und Sozialpraktika
  • Schülerakademie (in den Herbstferien in Stapelfeld)
  • Auslandsaufenthalte

 

Eine Freistellung vom Unterricht für die Teilnahme an den Angeboten ist möglich.

 

Anmelde- und Aufnahmeverfahren

 

Zu Beginn des Schuljahres werden Eltern und Schüler über die aktuellen Kursangebote, die Aufnahmekriterien und das Auswahlverfahren informiert (Elternbrief, Flyer, Aushänge an Stelltafeln, Homepage der Schule).

 

Die Anmeldung erfolgt schriftlich auf einem Anmeldeformular, auf dem der Schüler sich für bis zu zwei Kursen anmelden kann. Die Erst- und Zweitwahl muss begründet (das Interesse oder die bisherigen Erfahrungen inhaltlich näher beschreiben) und ggf in den Vorjahren belegte Kurse können angegeben werden. Die Teilnahme an zwei Kursen ist möglich, soweit Plätze zur Verfügung stehen. Sollte die Erstwahl wegen Überfüllung des Kurses nicht möglich sein, gilt der alternativ angegebene Kurs als verbindlich. Mit seiner Unterschrift dokumentiert der Schüler, dass er es mit der Kurswahl ernst meint und er sich verbindlich für diesen Kurs anmeldet. Die Eltern zeigen mit ihrem Signum, dass sie ihre Kinder bei deren zusätzlichen Anstrengungen unterstützen.

 

Grundsätzlich können alle für ein Förderangebot geeignete Schüler der Verbundschulen in einen Kurs aufgenommen werden, wenn sie die vom Kursleiter gestellten Teilnahmekriterien erfüllen. Die Empfehlung zur Teilnahme an der Begabtenförderung erfolgt durch den Klassen- und die Fachlehrer auf den Zeugniskonferenzen im Rahmen der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Kurszuweisung sind Inhalt und Form der Begründung für die Kurswahl auf dem Anmeldeschein des betreffenden Schülers. Nach einer vierwöchigen Probezeit entscheidet der Kursleiter, der das Arbeits- und Sozialverhalten des Schülers beobachtet, ob dieser für den Begabtenkurs geeignet ist. Diese Entscheidung erfolgt nach Rücksprache mit dem Klassen- und Fachlehrer sowie Frau von Wahlde als Vertreter der Koordinierungsgruppe.

 

Im Zweifel kann das Losverfahren entscheiden. Es gibt auch die Möglichkeit eines Nachrückverfahrens.

 

Kursleiter und Schüler gehen einen Lernvertrag ein, in dem der Schüler sich im Hinblick auf das freie Angebot der Schule zu Lernleistungen über das normale Maß hinaus verpflichtet. Bei einem nicht erwartungsgemäßen Arbeits- und Sozialverhalten (mangelnde Leistungsfähigkeit, unzureichende Leistungsbereitschaft, unpünktliches oder unregelmäßiges Erschein, Störverhalten9 wird dem Schüler ein Entlassungsschreiben ausgestellt, zum Wohl der Arbeitsgruppe, damit ein zielorientiertes und konzentriertes Arbeiten möglich ist, aber auch zum Wohl des betreffenden Schülers, damit er seine Energien ganz auf den verbindlichen Unterricht lenken kann und das Klassenziel nicht verfehlt.

 

Bewertung

 

In den Förder- und Forderkursen werden keine Klassenarbeiten geschrieben und es gibt auch keine Zensuren. Aber die Leistungen werden mit der Zeugnisbemerkung „…hat im Rahmen der Begabtenförderung an dem Kurs…teilgenommen“ bescheinigt. Bei besonders guten Leistungen erhält der Schüler ein Zertifikat mit dem Logo der „Hochbegabtenförderung“.

 

Am Ende des Schuljahres werden die Arbeiten und Projekte der Begabtenkurse der Öffentlichkeit, insbesondere den Kollegen der Schule und den Eltern der Beteiligten, präsentiert.

 

Maria von Wahlde

 

 

Alt trifft Jung

 

  • IMG_1003
Vorlesen von Weihnachtsgeschichten im Pater-Titus-Stift

Lesen soll Freude machen – nicht nur dem Leser selbst, sondern auch seinen Zuhörern. Deshalb öffnete der Begabtenkurs „Leseprojekt: Antonianer lesen für und mit Grundschülern“ in der Vorweihnachtszeit seinen Adressatenkreis und las am Freitagnachmittag (13.12.2013) vor Senioren im Pater-Titus-Stift. Mit schmunzelnden Gesichtern und leuchtenden Augen hörten die älteren Menschen unterhaltsame Gedichte und Geschichten von Kobolden, die den Weihnachtsbaum stahlen, von der Weihnachtsmaus, die alle Süßigkeiten heimlich wegschnappte, von den Wichtelmännchen, die dem Schuster halfen, die Schuhe rechtzeitig zu flicken …  Die 15 Schüler der Klassen 3-6 lasen in drei Gruppen der Tagespflege und des betreuten Wohnens. Das erforderte ein lautes und deutliches Sprechen. Auf diese Weise wurden nicht nur die Lesekompetenzen, sondern auch die sozialen Schlüsselqualifikationen gefördert. Am Schluss schenkten die Schüler den Senioren einen selbst gebastelten und verzierten Weihnachtsstern mit guten Wünschen. Nicht nur die Senioren, sondern auch die Schüler wurden durch die Erfahrungen und Erlebnisse an diesem Tag reich beschenkt.

Maria von Wahlde

 

Aktuell sind 101 Gäste und keine Mitglieder online