Nachhaltigkeit im Alltag

 

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 Am Dienstag, den 25.September 2018, war Stefan Wagner zu Besuch in dem Erdkundekurs der 11 FS von Frau Rösener.

Herr Wagner hat in Mühlen ein Büro für CSR (Corporate Social Responsibility), Marketing & Kommunikation. Er arbeitete zuvor u.a. für den Fußball-Bundesligisten HSV, für die Upsolut Event GmbH in Hamburg oder bis 2008 auch für das T-Mobile Radsportteam in Bonn.

Sein Büro unterstützt Unternehmen wie die TSG Hoffenheim, die Zerhusen Kartonagen GmbH, das Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth, den Landkreis Vechta, die „Klima Stiftung für Bürger“ oder die Organisation „atmosfair“ in Fragen der Gestaltung und Umsetzung ihres Unternehmens im Sinne der Nachhaltigkeit.

Das Kernthema der Einführungsphase in Erdkunde der Jahrgangsstufe 11 ist die „Nachhaltigkeit in Raumnutzung und Raumentwicklung“. Somit bot sich der Besuch eines „Praktikers“ an, der die theoretischen Grundlagen des Unterrichts in Unternehmen umsetzt. Im Schulbuch werden vermehrt ökologische Themen angesprochen. Die Durchdringung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Aspekte für ein qualitatives Wirtschaftswachstum kann ein Schüler jedoch am besten an Alltagsbeispielen und im Gesamtblick verstehen.

Schülernah, alltagsbezogen und fachlich sehr kompetent stellte er den Schülern dar, wie vielfältig das Thema Nachhaltigkeit in unsere Lebenswelt eingreift. Beispielsweise wisse heute kaum jemand mehr, welche Produkte alle von dem Nestlé-Unternehmen hergestellt werden. Und selten sei dem Verbraucher bewusst, wie die Unternehmensphilosophie einer Lebensmittelbranche sei. Nachhaltig als Verbraucher zu leben, sei extrem schwer.

Katastrophale Anlässe, wie zum Beispiel die Nuklearkatastrophe von Fukushima, liefere nicht nur ökologische, sondern auch politische und juristische Diskussionen. Nachhaltigkeit könne auch als Geschäftsmodell dienen. So könne eine „vegetarische Schinkenwurst“ eines Unternehmens zur Gewinnung von Neukunden und gesellschaftlichem Interesse dienen. Die Verkaufsqouten der herkömmlichen Schinkenwurst würden aber nicht leiden, sondern das Unternehmen wieder „neu“ auf den Markt bringen.

Konkret arbeitet Herr Wagner derzeit viel für die TSG Hoffenheim in Afrika. Dort möchte er zusammen mit der TSG wird eine Marke aufbauen, die „nachhaltig, innovativ, fair, CO2 neutral und mit der Wiege in Afrika“ ist.

Die Schüler hörten eindrucksvoll, wie ein Unternehmen nachhaltig agieren kann und wie breit der Fächer für einen Unternehmensberater aufgestellt werden muss. Durch Denkanstöße, überspitzte Kommentare und eine abschließende Diskussion wurden vielleicht auch persönliche Denkanstöße bei den SuS geweckt.

Heike Rösener

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