Bewegender Zeitzeugenbericht - die Kinder von Auschwitz

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Am 18.9.2017 besuchte die Zeitzeugin Dr. Dagmar Lieblová das Antonianum und sprach dort mit Schülerinnen und Schülern.

Viele Schülerinnen und -schüler  der Oberstufe – auch der anderen Gymnasien am Ort – und zahlreiche Lehrkräfte waren gekommen, um den Worten der Zeitzeugin zu lauschen und so eine authentische Vorstellung von dem schwärzesten Kapitel der deutschen Geschichte zu erhalten, das die meisten nur noch aus Büchern kennen. Und Dagmar Lieblová  gelang der Brückenschlag. Mithilfe eines kurzen autobiographischen Filmes erweckte sie für die Gäste zunächst ihre glückliche Kindheit im Kreise ihrer Familie zum Leben, um diese dann mit der schrecklichen Lager-Realität zu kontrastieren. Voller Erschütterung, aber auch voller Respekt und Bewunderung für die Zeitzeugin  lauschten die Anwesenden anschließend gebannt den Antworten von Dagmar Lieblová auf die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. In jedem ihrer behutsam gewählten und vorgetragenen Worte wurde deutlich, dass sie trotz der furchtbaren Erlebnisse und endlos erschienenen Schicksalsschläge ohne Hass, ja sogar ohne Bitterkeit ihr Leben nicht nur meistert, sondern sich stets den Blick auf des Positive, auf das Gute im Menschen bewahrt hat.

Mit dieser großartigen Haltung dürfte Frau Dr. Dagmar Lieblová alle Gäste nachhaltig beeindruckt und damit ein wichtiges Zeichen für Frieden und Toleranz gesetzt haben.

Neben einer von Frau Hedwig Varelmann, Lehrkraft für Mathematik und katholische Religion am Antonianum, speziell für diesen Anlass mit Blumen und Gräsern geschmackvoll dekorierten Aulabühne, verliehen dem Auftritt der Zeitzeugin die Musikpädagogin, Frau Dr. Ulrike Kehrer, am Klavier und unsere Fachobfrau für Musik, Frau Miriam Humphreys, an der Querflöte der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Mit ihrem musikalischen Vortrag eines Themas aus dem Film „Schindlers Liste“ sowie des 2. Satzes aus der Sonate für Flöte und Klavier von Paul Hindemith sensibilisierten sie die Zuhörerinnen und Zuhörer zusätzlich auf einer sehr emotionalen Ebene für den Vortrag von Dagmar Lieblová.

Abgerundet wurde diese gelungene, von der Katholischen Akademie Stapelfeld und dem Landkreis Vechta finanziell unterstützte Veranstaltung durch die Begrüßung und thematische Einführung der Vorsitzenden des Fördervereins der Katholischen Akademie Stapelfeld, Frau Dr. Martina Weiler-Berges, sowie durch die einfühlsame Moderation unserer Schulleiterin, Frau OStD´ Inge Wenzel.

Gabriele Vollrath-Neu

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