Exkursion zur "documenta"

  • Documenta

Alle fünf Jahre öffnet Kassel seine Tore für die Weltkunstschau „documenta“ und bietet damit einen umfassenden Einblick in zeitgenössische Themen und Verfahren der Kunst. Grund genug, sich mit den Kunstkursen auf erhöhtem Niveau bzw. des Jahrgangs 12 auf den Weg zu machen, um den Inhalten und dem Flair der internationalen Kunstplattform aufzuspüren.

Die diesjährige d14 wartete mit einem besonderen Konzept auf, indem neben Kassel auch Athen zum Ausstellungsort wurde, so dass Griechenland als besonderer Bezugspunkt sowohl in der Auswahl als auch in der Thematik mehrerer Werke spürbar wurde, wie z.B. im „Wahrzeichen“ der diesjährigen Schau, dem Parthenon der verbotenen Bücher. Aber auch der Umgang der Kulturen miteinander im Allgemeinen, Unterdrückung, Flucht und Grenzen zogen sich als roter Faden durch eine politisch orientierte Schau, in der sich die Kunst - nahezu im Sinne Beuys, der mit einem stellvertretenden Referenzwerk einbezogen wurde - ihrer politisch-gesellschaftlichen Verantwortung stellt und Kommentar und Zeugnis ablegt. Anstrengend? Ja. Allein die lange Busfahrt, die zu erlaufenden Wege und die teilweise überfüllten Ausstellungsgebäude ließen alle am Ende erschöpft in die Bussitze sinken. Aber die Anstöße, Fragen, Gespräche, Einblicke und Begegnungen haben es mehr als gelohnt!

Alexandra Meinen-Noltmann

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