Antonianer besuchen SPD-Abgeordnete im Bundestag

  • Politikfahrt_Berlin
Nachdem die beiden Prüfungskurse von Herrn Reinemann und Herrn Knake bereits Gelegenheit hatten, den CDU-Bundestagsabgeordneten Holzenkamp in der Schule kennenzulernen, unternahmen sie nun mit ihren Lehrern eine 3-tägige Fahrt nach Berlin. Dort wurden sie im Paul-Löbe-Haus von der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Groneberg empfangen (s. Foto).

Frau Groneberg stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler und berichtete über ihre Arbeitsschwerpunkte als Abgeordnete und ihren politischen Lebenslauf. Dabei konnte sie mit ihrer offenen und herzlichen Art, aber auch mit einem fundierten Wissen punkten. Da der Besuch am Tag nach der Entscheidung von US-Präsident Trump zum Ausstieg der Amerikaner aus dem Pariser Klimaschutzabkommen stattfand, nahm dieses Thema einen breiten Raum ein. So verurteilte Frau Groneberg die Entscheidung als weltfremd und unverantwortlich und traf mit ihrer Einschätzung auf die Zustimmung der Antonianer. Im Anschluss an das Gespräch fand noch ein Rundgang durch das Paul-Löbe-Haus statt, in dem die Abgeordneten ihre Büros haben und Ausschusssitzungen stattfinden. Am späten Nachmittag rundeten eine Informationsveranstaltung auf der Besuchertribüne des Plenarsaals sowie ein Rundgang in der Kuppel das politische Programm ab.

Über den rein politischen Rahmen hinaus erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei einem Rundgang durchs Regierungsviertel von einem Stadtführer der Organisation Lobby-Control in Ergänzung zum im Unterricht durchgenommenen Thema Einzelheiten zur Bedeutung der Lobbyarbeit im politischen Prozess. Dabei wurde Lobbyarbeit als durchaus gewünschte Ergänzung in der Gesetzgebung durch Fachleute dargestellt, aber auch kritisch hinterfragt. Bei einem Besuch im „Tränenpalast“ beim Bahnhof Friedrichstraße erfuhren die Antonianer hautnah, wie die Teilung der Stadt von den Bürgerinnen und Bürgern vor allem aus dem Ostteil, aber auch aus Westberlin empfunden wurde. Anschließend hatten sie wohl verstanden, warum die zum Museum umfunktionierte Ausreiseeinrichtung den Namen „Tränenpalast“ erhalten hatte, spielten sich doch vor dem Fall der Mauer dort menschliche Tragödien ab. Die Erkundung wichtiger Stationen im Ostteil  wie Alexanderplatz, Rotes Rathaus Dom und Museumsinsel wurde abgeschlossen durch die Ausstellung der Europäischen Kommission unweit des Brandenburger Tores. Am letzten Tag stand noch vor der Rückreise die Gedächtniskirche auf dem Programm. Hier beeindruckte vor allem der mit Blumen und Lichtern geschmückte Platz des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember.

Kurt Reinemann

 

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