Auf den Spuren Martin Luthers

  • Wittenberg

Vom 10. – 13.5.16 bewegten sich 15 Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs „Reformation 2017 – Anstoß zum Aufbruch“ mit Frau Weigel und Herrn Abel auf den Spuren des Reformators.

Wittenberg war die erste Station: In den ersten beiden Tagen standen neben einer Stadtführung sowohl das Luther- als auch das Melanchtonhaus auf dem Programm. Auch die historische Druckerstube in den Cranachhöfen wurde besucht. Hier in Wittenberg soll Martin Luther seine 95 Thesen, die sich gegen den Ablasshandel seiner Zeit wandten, an die Tür der Schlosskirche genagelt haben. Und von hier aus wurden durch die Druckerzeugnisse aus der Werkstatt des Lucas Cranach d. Ä. die reformatorischen Gedanken in die Welt getragen. Der Erfolg dieser Schriften war maßgeblich wohl auch durch Cranachs Graphiken bestimmt. Hatte Cranach doch die Idee, die Bücher und Texte mit passenden, von allen Leuten zu verstehenden Bildern zu versehen.

Ein wenig Neid empfanden wohl alle, als die Hundertwasser-Schule in Wittenberg in Augenschein genommen wurde: So bunt, so wenig angepasst, so frei und leicht müsste jede Schule sein! Wer eine solche Schule besucht hat, wird vielleicht eher gelernt haben, die geraden Wege zu verlassen und auch mal „um die Ecke zu denken“.

Torgau, nur ca. 40 km von Wittenberg entfernt, war ein häufiges Ziel Martin Luthers. Hier hat er die erste Kirche geweiht, die nach evangelischen „Richtlinien“ gebaut worden war. Hier sind auch die Texte entstanden, die später als „Das augsburgische Bekenntnis“ vor dem Kaiser Karl V. verlesen wurden und so in die Geschichte eingegangen waren. Hier in Torgau ist auch „mein Herr Käthe“, die Frau des Reformators, verstorben und begraben worden. Die Orte, die an diese Ereignisse erinnern, haben wir uns ausgiebig angesehen.

Auf dem Rückweg nach Vechta nahmen wir einen großen Umweg in Kauf – wollten wir doch unbedingt die Wartburg besuchen.

Die Abende ließen wir im Garten des Hostels ausklingen: mit Wickingerschach, Grillen und Gruselgeschichten am Lagerfeuer.

Ob es eine gelungene Fahrt war? Schüler und Lehrer waren sich einig: gerne wieder.

Dietmar Abel

 

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