Facebook oder Hatebook?

„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, einer von vielen Leitsprüchen an unserer Schule, der tagtäglich für einen sozialen und höflichen Umgang innerhalb der Schulgemeinschaft sorgt… Doch wie sieht es auf sozialen Plattformen aus, da, wo es keinerlei Verhaltensregeln zu geben scheint?

 

Soziale Medien spielen eine große Rolle in unserer Mediengesellschaft und erleichtern uns dabei viele Dinge. So können wir einfach und unkompliziert mit Freunden in Kontakt bleiben, werden über aktuelle Themen aufgeklärt und können unsere eigene Meinung in Diskussionen äußern. Doch genau diese vermeintlich positive Funktion scheint zu immer größeren Konflikten zu führen.

Soziale Medien erziehen uns immer mehr zu einer unhöflichen und oberflächlichen Gesellschaft, für die Respekt im Netz plötzlich ein Fremdwort ist. So sieht das achtjährige Muttersöhnchen von nebenan die Kommentarfunktion bei Facebook als perfekte Gelegenheit, seiner unbeliebten Mitschülerin ein äußerst aufheiterndes „Du bist hässlich.“ auf die Pinnwand zu posten. Doch im realen Leben wird kein Wort verloren, denn dort kann man sich nicht hinter den Fassaden von Facebook, Twitter und Co. verstecken.

Meinungsfreiheit wird vermeintlich groß geschrieben, doch äußert man sich kritisch zu aktuellen Themen, wie zurzeit beispielsweise den Flüchtlingsproblemen, so schlagen unzählige, hasserfüllte Kommentare wie Blitze auf einen ein. Dabei sind wir doch so offen und tolerant… Oder doch nicht?

Abschließend kann man sagen, dass soziale Medien eine ideale Grundlage für „Hate“ im Internet sind, da jeder sich äußern kann, ohne persönliche Folgen fürchten zu müssen. Doch auch die User sind schuld, indem sie immer oberflächlicher auf Themen reagieren. Das, was man auf sozialen Medienplattformen sieht, ist vielleicht alles Mögliche… Nur mit Respekt hat es schon lange rein gar nichts mehr zu tun!

Doch wie soll man dieses immer größer werdende Problem überhaupt noch angehen? Die einzige Möglichkeit ist, den Hass und Ärger schon da zu stoppen, wo er entsteht. In den Köpfen der Menschen. Daher mein Appell an alle, die sich mit ein wenig Sinn und Verstand auf sozialen Medien bewegen: Denkt zweimal darüber nach, was ihr postet, wie ihr euch im Netz präsentiert und ob ihr durch euer Verhalten vielleicht Mitmenschen persönlich angreift und verletzt. Nur so werden wir auch noch in den folgenden Jahren Freude an sozialen Medien haben und von den Vorteilen sozialer Medien profitieren können, ohne uns das Leben selbst mit Hass zu zerstören. Es liegt in unserer Hand, wie sich die Dinge entwickeln werden!

Brit Aulike (Jg. 12)

Aktuell sind 79 Gäste und keine Mitglieder online