Das Sprengel Museum in Hannover zeigt sich den Antonianern von seiner „Schokoladenseite“

 

  • Hannover Sprengel a

 Original statt DIN-A4-Farbkopie! Den Kunstkursen des 11. und 12. Jahrgangs bot sich am letzten Donnerstag die Möglichkeit, das für die nächsten beiden Abiturdurchgänge verbindlich vorgegebene Werk Umberto Boccioni, Der Lärm der Straße dringt ins Haus (1911) im Original zu betrachten. Seit Beginn des Schuljahres beschäftigen sich die Kurse mit Werken des 18. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne zum Thema Mensch und Stadt.

 In zwei sehr informativen Führungen für die Leistungskurse sowie bei Aufgaben für Einzelgruppen der Grundkurse konnten sich die Schüler und Schülerinnen im Sprengel Museum, 1979 als Schenkung des Schokoladenfabrikanten Bernhard 

Sprengel eröffnet und eine der wichtigsten Sammlungen Moderner Kunst in Deutsch-land, mit repräsentativen Werken aus dem Expressionismus, Kubismus, Futurismus, der Neuen Sachlichkeit, aber auch mit einem Überblick über die Plakatgestaltung  um 1900 (Abiturschwerpunkt 1), den Installationen der neuen zehn Räume (seit September 2015) sowie dem Kurt-Schwitters-Archiv und der Ausstellung Viermal Neues auf Papier auseinandersetzen.


Nicht nur durch Bildwerke, sondern auch durch direktes Erleben informierten sich die Kurse über Stadtbilder und heutiges Stadtleben in der ca. 520.000 Einwohner zählenden Landeshauptstadt Hannover. Ihre Fotos und Skizzen von Straßen, Hausfassaden, Schaufenstern mit Spiegelungen, Verkehrsmitteln, Menschentypen – besonders der Luftballonverkäufer genoss großes Interesse - , Plätzen, sakraler Architektur, Orten der Entspannung u.a. werden sie in praktische Arbeiten einbauen und bearbeiten.

Die längere Anfahrt zu einem Museum mit Moderner Kunst hat sich in vielfältiger Weise gelohnt und bestätigt die Fachgruppe Kunst darin, auch in Zukunft für alle Schüler und Schülerinnen einen Kunstmuseumstag in ihrer gymnasialen Schulzeit anzubieten.

Anke Reuter, Fachobfrau Kunst

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