Von Häuptlingen, Strippenziehern, Träumern & Co

 

  • Hilbert_Meyer

Das Kollegium des Antonianum widmet sich unter Leitung von Prof. Dr. Hilbert Meyer in einer ganztägigen Fortbildung am 15.06.2015 dem Thema „Unterrichtsenwicklung“

Zu den Häuptlingen, Strippenziehern, Träumern und Co kamen die Kollegen erst am Ende eines langen und intensiven Fortbildungstages – aber beginnen wir am Anfang.

 

Da steht die Entscheidung des Schulvorstandes die Verbesserung der Unterrichtsqualität zu einem Schwerpunkt des Schulprogramms für das Schuljahr 2014/15 zu machen. Als Referent konnte Prof. Dr. Hilbert Meyer von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg gewonnen werden. An Hilbert Meyers Ausführungen zur Didaktik und Schulpädagogik kommt seit Jahrzehnten kein Pädagogikstudent oder Referendar vorbei.

Strukturiert wurde der Fortbildungstag durch zwei Blöcke: vormittags durch einen Vortrag zum Thema „Was ist guter Unterricht?“ und einer ersten Workshop-Schiene, am Nachmittag mit einer zweiten Workshop-Schiene und einem zweiten Vortrag, der die Grundformen des Unterrichts thematisierte und Einblicke in die aktuelle Wirksamkeitsforschung nach John Hattie gewährte.

Die Vorträge beinhalteten Reflexionsübungen zu den eigenen Vorstellungen über „guten Unterricht“. Meyers erfrischende Methoden (Sprechmühle, Metaphernevaluation) sorgten für Aktion und lockerten den Theorieteil auf.

Die Workshopthemen ließen für jede(n) Kollegin/Kollegen Raum, Schwerpunkte für die Verbesserung des eigenen Unterrichts zu suchen: sei es hinsichtlich des individuellen Förderns von Schülern, des Classroom-Managements oder des intelligenten Übens um nur drei Workshopthemen von insgesamt sieben zu nennen. Begleitet wurde die Workshop-Arbeit durch zwei „kritische Freunde“, Herrn Lamping und Herrn Schaper, die in der Auswertung der Workshops ihren Eltern-Blick auf unsere Fortbildung dem Kollegium mitteilten. Beiden sei auch an dieser Stelle herzlich dafür gedankt, dass sie sich einen Tag dafür freigenommen haben, um sich an unserer Schulentwicklung zu beteiligen.

Und am Ende der Fortbildung stellte sich die Frage nach dem „wie geht es weiter?“. Da kommen die Rollenverteilungen ins Spiel, die es an jeder Schule, in jeder Institution, in jedem Betrieb gibt. Da gibt es Strippenzieher, Häuptlinge, Träumer, Bedenkenträger etc. etc., wenn es um die Weiterentwicklung und Einführung von Innovationen geht.

Eine interessante Fortbildung, die genügend Anregungen zur Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts bot.

Inge Wenzel

 

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