Im Westen...

 

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… unserer Schule gab es am heutigen Vormittag einiges Neues. In der Aula sahen die Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs eine gelungene szenische Lesung von Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“, dargeboten von dem dreiköpfigen Ensemble des Tournee-Theaters Hamburg.

 

Die 60-minütige Vorstellung – bestehend aus szenisch gelesenen Textpassagen, live gespielter Musik und gesungenen Liedern , dokumentarischen Filmeinblendungen und Tanzelementen – ermöglichte einen direkten Zugang zur Thematik von Remarques Roman. Ergänzt wurde Remarques Text durch das Verlesen von zwei Feldpostbriefen der Offiziersehefrau Clara. So wurde auch das Leben der Zivilisten und der Angehörigen der Soldaten thematisiert.

Die einfache und unmittelbare Sprache des Romans in Kombination mit den Bildern auch zeitgenössischer Kriegsszenen boten eine aktuelle Interpretation des Stoffes. Insbesondere die von dem Theater für den Schluss gewählte Szene, in der der Erzähler des Romans einen französischen Soldaten tötet und noch einige Stunden mit dem Toten im Schützengraben liegt, zeigte eine Aussage des Romans deutlich: Im Krieg stehen sich Menschen gegenüber, die von sich aus nie Feinde gewesen wären.

Nach der Vorführung beantworteten die Schauspieler Fragen zur Entstehung des Drehbuchs und  zur  Wahl der Medien und Ausdrucksformen. Außerdem äußerten sie sich zu ihren persönlichen Erfahrungen im Umgang mit derart emotionalen Inhalten.

Die Verbindung von Text, Ton und Bild ermöglichte den Zuschauern eine interessante Theatererfahrung mit einigen Anknüpfungspunkten für den Unterricht - vielen Dank an das Tournee-Theater Hamburg!

Christine Hülsmann

 

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