Unserer Ausflug in die JVA Vechta

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„Instant Acts – Gegen Gewalt und Rassismus“ – dieses Projekt brachte uns am 20.11.2014 in die Jugendvollzugsanstalt für junge Männer in Vechta. Eine Gruppe aus fünfzehn Künstlern aus aller Welt bot uns und den Gefangenen dabei nicht nur eine beeindruckende Show, sondern brachte uns in Workshops einen Teil ihres Könnens bei.

Bei den Workshops, die etwa zwei Stunden andauerten, war für jeden etwas dabei: Akrobatik, Tanz, Singen, Capoeira, Trommeln und vieles mehr. Geleitet wurde diese von erfahrenen, ausgewählten Künstlern aus der ganzen Welt, dennoch war die Verständigung kein Problem – wofür gibt es Hände und Füße (und ein wenig Englisch)?  

Schüler und Gefangene arbeiteten in den Gruppen konzentriert und respektvoll miteinander. „Die sind ja so wie wir, total nett!“, so eine Schülerin nach den Workshops. Auch die Vorführung vor der gesamten Gruppe bereitete großen Spaß, denn obwohl die Vorstellungen nicht fehlerfrei abliefen, wurde applaudiert und gejohlt.  Kurz danach wurde gegessen, getrennt von den Gefangenen, und dann bekamen wir eine Führung durch die Räumlichkeiten der JVA. Viele Fragen wurden geklärt, die wir Schüler hatten: „Wo verstecken die ihre Drogen?“, „Sind schon mal welche geflüchtet?“ oder „Waren eben Mörder bei uns?“.

Der Teil, der wohl am meisten beeindruckte, war die Vorführung der Künstler selbst. Knapp 90 Minuten lang dauerte das „Spektakel“ mit dem Schwerpunkt Toleranz und bereitete uns und den jungen Straftätern eine bunte Mischung aus Staunen und Gelächter. Viele werden wohl den jungen Mann aus Kanada mit seinen Diabolos in Erinnerung behalten, manche eher den Tschechen und seine Beatbox-Künste. Alles in allem kann man sagen, dass dieses Projekt ein voller Erfolg war, sowohl für uns Schüler, als auch für unsere begleitenden Lehrer sowie für die Gefangenen. Nicht nur die Straftätigen rappten es, sondern auch wir können sagen: „Egal ob schwarz oder weiß, wir sind alle eins, weil in uns allen dasselbe Blut fließt.“ 

 Fotos zum Durchblättern in der rechten Hälfte anklicken.

Rachel Schaper

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