Melken statt Schreiben

 

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 Der Erdkundeunterricht der Klassen 6fa und 6Lb lief im Februar 2014 einen Tag mal ganz anders. Innerhalb der Unterrichtsreihe „Leben und Arbeiten im ländlichen Raum“ besuchten diese Klassen mit Frau Rösener den Lernstandort „Hof Espelage“ in Telbrake. Dieser Lernstandort von der RUBA e.V. (Regionale Umweltbildung-Agrarwirtschaft e.V.) ist ein idealer Ort, um mit allen Sinnen zu lernen und aktiv zu sein. Schülerinnen und Schüler erlebten die Produktion einiger unserer Lebensmittel und konnten somit Landwirtschaft, Natur und Umwelt besser begreifen.

Der Hof Espelage ist ein Milchviehbetrieb. Die Familie hält 50 Milchkühe, Zuchtbullen und weibliche Nachzucht. Außerdem leben ca. 500 Mastschweine, mehrere Kaninchen, Katzen, ein Hund, Tauben und viele Hühner, die frei auf dem Hof laufen dürfen, auf dem Hof.

Vorbereitet und zusätzlich geführt wurde diese Unternehmung von einer Mitarbeiterin der RUBA Frau E. Barth. Sie besuchte zunächst die jeweiligen Klassen im Erdkundeunterricht. Ein Wissensquiz rund um das Thema „Landwirtschaft“ wurde geführt. Spannend war anschließend auch die Untersuchung der Informationen auf den Verpackungen von Milchprodukten aus dem Supermarkt. Kritisch wurden diese hinterfragt. Besonders beeindruckt waren die Schüler zum Schluss als sie mit Hilfe von einfachsten Mitteln im Klassenraum Butter herstellten. Diese durfte auf einem kleinen Stück Brot verkostet werden.

Der zweite Teil des Themas fand direkt auf dem Hof Espelage statt. Nach einem erfrischenden Fußmarsch von der Schule bis zum Hof, mussten zunächst die sehr attraktiven (???) Hygieneanzüge und Schuhüberzieher angezogen werden. Das Highlight der Exkursion kam aber im Boxenlaufstall mit angegliedertem Melkstand. Hier konnten die Schüler und Schülerinnen direkten Kontakt mit den Kühen aufnehmen und selbst versuchen Kühe zu melken. Einstimmig wurde gefordert solche Unternehmungen öfter zu machen. Es sei besser Kühe zu melken als nur in der Schule zu sitzen, um etwas aufzuschreiben.

Beide Klassen arbeiteten fröhlich, produktiv und erfolgreich auf dem Hof.

Sie wurden fachlich informiert von dem Landwirt Ludger Espelage, konnten verschiedene Tiere füttern, streicheln und sogar auf einer Kuh sitzen.

Neben vielen Eigenerfahrungen, die die Schüler und Schülerinnen machen durften, rundete ein Hofalbum den Besuch ab. Hier sollten die Schüler und Schülerinnen an unterschiedlichen Stationen eigene Beobachtungen machen, Fachbegriffe kennenlernen und Tagesabläufe erfragen. Dieses Hofalbum wurde in der Nachbesprechung der Exkursion in der nächsten Erdkundestunde in der Schule besprochen.

Alle Beteiligten hatten einen netten, sehr informativen aber auch anstrengenden Vormittag erlebt, der den Alltag eines Landwirtes und insbesondere das Wissen über verschiedene Milchprodukte deutlich näher gebracht hat.

ZUm Durchblättern die Bilder in der rechten oder linken Hälfte anklicken.

Heike Rösener

 

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