Stimmungsvoller Gottesdienst zum Antoniusfest

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Ist das gerecht?

– Eine Frage, die häufig gestellt wird, auch und vor allem in der Schule.

Diese Frage war auch Thema des ökumenischen Gottesdienstes am 13.6.13, dem Antoniustag und damit Patronatstag der Schule.

Das Wetter spielte leider nicht mit, so dass der open-air geplante Gottesdienst in die Popsteikirche verlegt werden musste. Aber nachdem der „Umzug“ erfolgt war, fand ein rundum gelungener Gottesdienst statt, an dem viele Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt waren.

Die Bläserklasse 6 BL führte mit „Swing low“ beschwingt ein. Her Knake führte in den Gottesdienst ein, Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 La trugen ihre Gedanken im Kyrie vor.

Der zentrale Bibeltext des Gottesdienst war eines der provozierendsten Gleichnisse zum Thema „Gerechtigkeit“: Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20, 1 – 16). Dieses Gleichnis wurde als szenische Lesung in gelungener Weise vorgetragen: Phillip Bert (9 La) schlüpfte dafür in die Rolle des Micha, der zu den ersten gehört, der von der Weinbergbesitzerin (!), Lorena Lange (9 La), vom Marktplatz weg an die Arbeit in den Weinberg geholt wird. Dagegen muss der schwächliche Habakuk, gelesen von Cornelis Tönnies (6 BL), lange warten, bis er Arbeit bekommt, aber schließlich wird auch er noch für eine Stunde eingestellt. Soweit, so gut. Natürlich erwarten beide eine ihrem Einsatz entsprechende Bezahlung. Wie groß ist daher ihre Überraschung – bei Micha eher Empörung – darüber, dass beide den gleichen, vorweg ausgehandelten Verdienst bekommen. Natürlich beschwert sich Micha, der schließlich lange in der Hitze geschuftet hat und mehr verdient zu haben meint. Die Weinbergbesitzerin allerdings hat eine andere Vorstellung von Gerechtigkeit: Wenn jeder bekomme, was er zum Leben brauche, dann sei es genug und gerecht. Auch Habakuk müsse seine Familie und sich ernähren, so dass er den gleichen Lohn, entsprechend dem Tagesbedarf einer Familie, bekomme wie Micha. – Schwer zu fassen für Micha – und wohl auch für uns. Das ist der Maßstab Jesu, der Maßstab Gottes. „So ist Gott!“ fasste dies Propst Matschke kurz und knapp zusammen.

In diesem Sinne wurde daraufhin gemeinsam der Psalm 23 vom guten Hirten gebetet und angesteckt durch eine kleine Schola schwungvoll gesungen: „Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.“

Nach dem Gottesdienst kamen auch die Schülerinnen und Schüler, die in der Aula einen Alternativveranstaltung, gestaltet von StD’ Inge Wenzel, besucht hatten, in die Kirche, um der Verleihung des Antoniuspreises beizuwohnen. Die Vorstitzende des Fördervereins, Fr. Dr. Hofmann, überreichte diesen an Kathrin Lampe (Abiturientin) für ihren vielfältigen Einsatz für die Schulgemeinschaft.

Danach gingen alle zurück zur Schule und wieder an die Arbeit. – Im nächsten Jahr, dem Jahr des Jubiläums, ist da sicher mehr zu erwarten!

Annegret Struck

 

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