Schnitzeljagd oder Geocaching – Gedanken zum christlichen Glaubensleben

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Den diesjährigen Antoniusgottesdienst hat der ev. Religionskurs der 7. Klassen mit Pastor Abel gestaltet. Zwei Schülergruppen machten sich während des Gottesdienstes auf den Weg: die erste spielte eine Schnitzeljagd nach. Sie musste Zeichen am Wegesrand suchen, sie interpretieren und daraus Schlüsse für ihren weiteren Weg ziehen. Die andere Gruppe hatte ein Navi in der Hand und spielte ein Geocaching nach. Zielgerichtet und ohne Umwege, ohne nachzudenken oder gar in die Irre geleitet zu werden fanden diese Schüler ihren Cach.

In der Predigt wurde die Frage gestellt, was das wohl mit unserem Glauben zu tun haben könnte.


Die Antwort: Unser Glaubensleben gleicht eher einer Schnitzeljagd, in der wir die Zeichen entdecken und interpretieren müssen. Wenn wir selbstverantwortlich unseren Glauben leben wollen, dann dürfen wir uns nicht von fremden Autoritäten leiten lassen, dann müssen wir prüfen und uns für den richtigen Weg entscheiden.

Beispielhaft wurde dafür unsere Verantwortung für Kinderarbeit (weil wir so gern billige T-Shirts tragen), für Krieg (weil in unseren Handys wertvolle Rohstoffe verarbeitet sind, um die im Kongo ein erbitterter Krieg geführt wird) und für die Einhaltung der Menschenrechte (am Beispiel der Fußball-EM) thematisiert.

Manche Schüler und Schülerinnen verließen ein wenig nachdenklich den Europahof nach dem Gottesdienst.

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