Schöne Ferien!

Mit diesem Text von Pia Haskamp, Klasse 10Lb, Mitglied der AG Schreibwerkstatt, wünscht das Antonianum der gesamten Schulgemeinschaft und allen Freunden schöne Sommerferien!

Eine tolle Buchpremiere

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Eine tolle Buchpremiere war das! Die Abiturientin Carina Göbel stellte ihre erste Selbstveröffentlichung vor, über 40 Gäste kamen ins Museum im Zeughaus und wurden nicht enttäuscht. Sogar das Wetter spielte mit, pünktlich zum Leittext "Erinnerungsprisma" setzte der in diesem Text eine besondere Rolle spielende Regen ein.

 

Carina Göbel veröffentlicht eigenes Buch

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Seit sieben Jahren gibt es die AG Schreibwerkstatt am Antonianum, nun veröffentlicht zum ersten Mal ein Mitglied sein eigenes Buch: unsere Abiturientin Carina Göbel. Carina Göbel, so schreibt Verlagsleiter Alfred Büngen in einem Nachwort, ist es gelungen, das Gefühl einer jungen Generation in der Suche nach eigenen Positionen in dieser Welt in Literatur zu fassen. Dafür hat sie eine eigene Sprache, eigene Bildlichkeiten, eigene Formen gefunden.

Literaturpreis für Carina Göbel

 

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Seit drei Jahren ist Carina Göbel Mitglied der Schreibwerkstatt; jetzt hat die 18Jährige einen großen Erfolg errungen: Bei den vierten Berner Bücherwochen gewann sie mit ihrem modernen Märchen "Es war einmal" einen der Nachwuchspreise des renommierten Literaturwettbewerbs.

Der Organisator der Berner Bücherwochen, der Autor und Maler Reinhard Rakow, lobte den Text für den souveränen Umgang mit dem Märchengenre und die emotionale Tiefe des Ansatzes.

Herzlichen Glückwunsch!

9Lb feiert am 12.April Buchpremiere

 

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Ein ungewöhnliches und wichtiges Projekt – 75 Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule Vechta und des Gymnasiums Antonianum in Vechta im Alter zwischen 14 und 16 Jahren beteiligten sich an einem Schreib- und Buchprojekt, das der Geest-Verlag Vechta auf Anregung der Stadt Vechta für die 23. Vechtaer Literaturtage 2013 durchführte.
Liebe, Freundschaft, Tod, Glück, Natur, Religion, Märchen, Zukunftsvisionen und vieles mehr waren die Themen, mit denen sie sich in Geschichten, Gedichten und anderen literarischen Formen außerhalb des Schulunterrichts – unter anderem bei einem Schreibtag im Museum im Zeughaus in Vechta  –  auseinandersetzten. Das vorliegende Buch beinhaltet eine Auswahl der in diesem Projekt entstandenen Texte. Jeder der mitwirkenden Schülerinnen und Schüler ist mit Textbeiträgen vertreten.
Das Projekt bietet für die Jugendlichen selbst die Möglichkeit, sich mit ihren und mit Positionen anderer auseinanderzusetzen. Es ist aber auch ein Angebot für Jugendliche und Erwachsene, sich mit den Visionen, Vorstellungen, Hoffnungen, Ängsten, Träumen und Meinungen von Jugendlichen zu beschäftigen, zu versuchen, sie ein Stück weit in ihrem Sein zu verstehen.
 

Sanna Urban
Ein Wunder der Natur

Asphalt
Industrien
Macht der Menschen
Zerstörung
Natur hatte keine Chance
Doch was ist das?
Eine Blume
ein Löwenzahn
gelb leuchtend
schlängelt es sich
aus dem Asphalt
Menschen gehen vorbei
keine Beachtung
Immer mehr wächst
bis die ganze Straße
grün-gelb leuchtet
Menschen freuen sich
Glück

Buchpremiere der Schreibwerkstatt ein großer Erfolg!

 

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Über 100 Gäste waren am Dienstag zur Premiere der neuen Anthologie der Schreibwerkstatt gekommen, zur Präsentation des "Freitagsmosaiks". Zunächste einmal mussten sie überraschenderweise díe Bilder der Autorinnen und Autoren auf einen Sammelzettel kleben (wenn sie durch Tauschen alle beisammen hatten ...); aber dabei sollten sie die Autorinnen auch noch Textfragmenten zuordnen. Ganz schön schwer, aber fünf Zuhörer schafften die schwere Aufgabe tatsächlich und gewannen ein Buch.

Nach den Grußworten der Stadt, überbracht von Dr. Frank Käthler, und der Schule, gesprochen von Schulleiter Peter Rörsch, ging es dann aber los. Die sieben Autorinnen und der eine Autor lasen etwa 35 Texte aus der Anthologie: schöne, romantische, aber auch traurige, düstere und tiefschwarze. Das Publikum belohnte den Vortrag mit großerm Applaus nach jedem Text.

In der Pause konnten die Zuhörer ihre frisch erworbenen Bücher von den Autorinnen und dem Autor signieren lassen, und viele machten davon Gebrauch; es war wohl auch das letzte Mal, dass die Schreibwerkstatt in dieser Besetzung zusammenwar. Ab nächster Woche werden neue Mitglieder aufgenommen; wir sind gespannt, ob daraus vielleicht das nächste Buch entsteht ...

Das "Freitagsmosaik", ISBN 978-3-86685-377-5, aus dem Geest-Verlag, dessen Leiter Herrn Alfred Büngen wir sehr herzlich danken für seine Unterstützung, ist in allen Buchhandlungen, beim Verlag direkt oder bei Herrn Bröcker zu erwerben.

Eine Fotostrecke von der Premiere ist unter Aktuelles/Bildergalerie zu finden.

Neues Buch der Schreibwerkstatt erscheint

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Die Schreibwerkstatt bringt in der nächsten Woche ihr insgesamt viertes Buch heraus. In diesem Jahr wurden 156 Texte von den Schülerinnen und dem Schüler ausgewählt, die zusammen die Anthologie "Freitagsmosaik" ergeben. Der Stil der Jugendlichen ist dabei so unterschiedlich, wie sie selbst sind, die Bandbreite reicht von essayhaften Kurztexten über Aphorismen, Kurzprosa und Lyrik bis hin zu (seltenen) längeren Erzählstücken. Die 16- bis 19jährigen Schülerinnen und Schüler drücken dabei düster oder fröhlich, nachdenklich, ausgelassen oder kritisch ihre Gedanken und Gefühle aus.

Lassen Sie sich in die Welt dieser Jugendlichen hineinziehen! Die Buchpremiere findet am kommenden Dienstag, 19.02.2013, um 19.00 Uhr im Museum im Zeughaus statt. Selbstverständlich signieren die Autorinnen und der Autor Ihr Exemplar! Der Eintritt ist frei!

Schreibtag der 9Lb im Museum

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80 Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule und die 9Lb des Antonianums verwandelten das Museum im Zeughaus in Vechta gestern in ein Literaturhaus. An insgesamt 13 Schreibstationen schrieben sie über den ganzen Vormittag für ihr Buch 'Unsere Wege'. Toll, wie geeignet das Museum für einen solchen Schreibtag ist. Die unterschiedlichen Räumlichkeiten (von den Gefängniszellen bis zum Raum mit bronzezeitlichen Urnen) bieten viele Rückzugsorte und zugleich Schreibanlässe.

Nun werden die Texte im Geest-Verlag ausgewertet und in einen Satz gebracht. Angesichts von fast 1000 entstandenen Texten ein umfangreiches Unterfangen. Dann lesen die Schülerinnen und Schüler noch einmal Korrektur, ehe es im Rahmen des Bücherfrühlings im April die Buchpremiere geben wird. Die Kosten für das Projekt trägt die Stadt Vechta! 

Zur Premiere, die im "Metropol" stattfinden wird, sind jetzt schon alle Interessierten eingeladen!

Schreibwerkstatt bereitet Buch vor

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Zum dritten Mal gibt der Geest-Verlag in diesem Jahr eine Anthologie der Schreibwerkstatt heraus. Und zum dritten Mal fuhr die Gruppe mit dem Verleger, Herrn Büngen, in die JH Bad Zwischenahn, um dort die grobe redaktionelle Arbeit zu leisten.

Alle Texte wurden noch einmal gelesen, und erst, wenn alle Teilnehmer sie für gut befunden hatten, wurden sie in das Buch aufgenommen. Bei über 150 Texten dauerte das eine Weile, aber noch schwieriger war die Einteilung in sieben Kapitel und die Festlegung der Reihenfolge der Texte innerhalb der Kapitel.

Auch der Titel - das Werk wird "Freitagsmosaik" heißen - und die Covergestaltung mussten besprochen werden, und am Sonntag waren schließlich die Buchpremiere und Werbemaßnahmen das Thema.

Viel vom Zwischenahner Meer haben wir nicht gesehen!

Kim Weißer: Der Sender

Ein nicht ganz typischer Jugendtext steht heute auf der Homepage des Geest-Verlags: Kim Weißers "Der Sender.

http://www.geest-verlag.de/audio/kim-wei%C3%9Fer-der-sender-jugendliche-melden-sich-zu-wort-1

DER SENDER
Kim Weißer

Das Arbeitsamt. Agentur für Arbeit. Das war ihm eigentlich ziemlich egal.
Er saß auf dem Flur, in Plastikschalen, die sie Stühle nannten. Er
seufzte und blinzelte in die weiße Neonsonne. Gleichgültige Wolken
zogen am Fenster vorbei. Er streckte seine Beine und wartete.
Berufsvermittlungsgespräche.
Hauptschulabschluss, 1000 Bewerbungen, ein Regen von Absagen, er stand mittendrin.
Die Leute dachten doch, er könnte noch nicht einmal die Punkte dort an der Tapete zählen.
1, 2, 3, 4 ... was brachte es schon?
Also saß er da, lauschte dem Radio, der Moderator erzählte, ein neuer Film, heile Kinowelt, döste in die Musik.
Plötzlich wurde er aufgeschreckt, als ein Mann sich neben ihn setzte.
Der war vielleicht zwei Jahre älter als er selbst, so um die 20, lächelte freundlich, nickte ihm sogar zu.
Nach zwei Monaten, spätestens, würde der auch nicht mehr gerade sitzen, hübsch gemacht − ein Neuling.
„Sorry, hast du ein Taschentuch?“, fragte der Neue nun.
„Ne“, gab der andere genervt zurück.
„Schade!“, dann, „wie lange sitzt du schon hier?“
„20 Minuten. Wieso?“
„Mhm, dann bist du ja gleich dran.“
„Ich bin seit über einem Jahr gleich dran, Alter. Mich will sowieso kein Scheißbetrieb einstellen.“
„Glaubst du? Ich bekomme bald wieder eine Stelle.“
„Ach, seit wann bist du denn schon ohne Arbeit? Du hast doch keinen Plan“, pöbelte er.
„Seit 21 Monaten und zwei Wochen“, antwortete der junge Mann schnell.
„Alter, so lange? Und du glaubst, du kriegst noch ’n Job? Kannst ja zu Mecces gehen.“
„Ich werde Arbeit finden. Ich bin gut in Autos. Geschickt. Hab den
Wagen meiner Schwester wieder ans Laufen gekriegt. Ich will Arbeit
finden.“
„Wer will das nicht“, gab der Jugendliche zurück, als er durch ein schreckliches Lied im Radio unterbrochen wurde.
„Oh Mann, ich hasse dieses Lied“, spuckte er verächtlich und fixierte
das Radio. Schweigen. Und dieses Lied. Er hasste es. Wie seine
Scheißsituation.
In diesem Moment öffnete sich eine der beiden Bürotüren und der
Berufsberater sagte: „Herr Uthermöhle, ich habe Sie schon erwartet.“
„Guten Morgen“, antwortete der junge Mann und wandte sich in Richtung der Stühle: „Viel Glück wünsche ich.“
Damit ging er ins Büro.
DER wollte einen Job finden. Der würde einen Job finden, dachte der Jugendliche.
Langsam stand er auf und ging zum Radio.
Und dann schaltete er alle Sender durch. Bis er ein Lied fand, das ihm gefiel.

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