Poetry Slam ein voller Erfolg!

am .

  • Poetry_Slam_1
Eng an eng kuschelten sich die Besucher beim Poetry Slam, der am Dienstag im Gulfhaus stattfand. Denn eine Viertelstunde vor Beginn waren alle Abendkarten vergriffen und das Gulfhaus voll. Rund 400 Zuschauer sprengten die Planungen der Veranstalterinnen und so mussten bereits nach einer halben Stunde Getränke nachgekauft werden. Organisiert wurde der Slam von den Mitgliedern des Seminarfachs „Fungafop blue“, welches an die gleichnamige Schulband unter der Leitung von Miriam Humphreys angegliedert ist.

(Doch zuerst eine kleine Einleitung, was Poetry Slam ist. Dabei handelt es sich um einen lyrischen Wettbewerb, bei dem Schreib- und Sprachbegeisterte vor Publikum selbst verfasste Texte aufführen. Diese Beiträge dauern fünf bis zehn Minuten, befassen sich mit moderner Lyrik und Sprachkunst und behandeln Themen, die die Poeten im Alltag berühren.)

Nach Auslosen der Reihenfolge der zehn Poeten aus Vechta startete der Bremer Slammer Sebastian Hahn außer Konkurrenz den Abend. Der Psychologie-Student führte professionell und humorvoll durch den Abend.

Die Poeten der ersten Hälfte regten die Zuschauer zum Nachdenken an. Mit ihren kritischen und facettenreichen Vorträgen konnten sie der Jury, die aus sieben Zuschauergruppen bestand, zwar nicht so viele Punkte abringen wie die Poeten nach der Pause, aber sie begeisterten das Publikum.

Mit kurzen Einspielern half die Schulband „Fungafop blue“ den tapferen Künstlern auf die Bühne und lockerte die Veranstaltung mit fetzigen Stücken auf. Dieses belohnten die Zuschauer mit viel Applaus, und auch Hahn, der von den Jingles begeistert war, fragte das Publikum: „Am liebsten würde ich jetzt tanzen. Geht euch das auch so?“

Nach der Pause folgte der humorvolle Teil. „Geile Scheiße“: Die Überschrift war Programm, denn für seine Perfomance über den Prozess des Schreibens eines Poetry-Textes bekam Lennard Bruns viele Lacher und Beifall.

Den größten Erfolg des Abends aber verbuchte Marie Wilke für sich: Mit ihrem Text „Vom Glück im Unglück zu Glück und wieder zurück“ forderte sie auf, die kleinen Glücksmomente des Alltags schätzen zu lernen und regte das Publikum zum Nachdenken an. „Klingt wie Captain Jack Sparrow und Captain Kirk im Zusammenhang. Wie ein Bushido, der inhaltlich gut rappen kann oder die AFD und ein gutes Parteiprogramm.“ Die zahlreichen amüsanten Passagen ließen die Zuschauer ausrasten: Sie honorierten Maries Leistung mit sieben Mal Höchstpunktzahl, gaben nämlich sieben Mal zehn Punkte und wählten sie zur glücklichen Siegerin. Die fünf Schülerinnen des Jahrgangs 12, Anne Sophie Zurwellen, Alexandra Karmann, Louisa Brinkmann, Katarina Klein und Viktoria Willenborg sind sehr zufrieden mit der Resonanz des Slams.

Veranstalterin Louisa Brinkmann hebt die Poeten heraus, die beim Poetry Slam im Mittelpunkt standen: „Ich danke jedem kreativen Kopf, der sich gemeldet hat und den Slam zu einem unvergesslichen Abend machte.“

Zum Durchblättern der Bildergallerie bitte in die rechte Hälfte der Fotos klicken.

Viktoria Willenborg

 

Aktuell sind 63 Gäste und keine Mitglieder online